26 Teilnehmer
Die höchste jemals verzeichnete Anzahl von teilnehmenden Interim-Providern lieferte das bisher umfangreichste Datenmaterial über den Interim-Markt in der D-A-CH-Region und führte zu konsistenten Ergebnissen zu den Vorjahren. Sie spiegelt somit ein recht genaues Bild der Providersicht wider. Dies geht besonders auf die DDIM-Provider zurück, die zum ersten Mal auf der Basis einer einheitlichen Marktdefinition an der AIMP-Providerumfrage teilnahmen und eigene Daten beisteuerten, die von Frau Dr. Vera Bloemer treuhänderisch verwaltet und anonym konsolidiert wurden.
„Ich bin sehr glücklich darüber, dass die DDIM-Provider an der AIMP-Providerstudie 2014 teilge-nommen haben“, sagt Jürgen Becker, Co-Autor der Studie und geschäftsführender Gesellschafter von MANATNET. „Das ist ein überragend gutes Zeichen. Wir reden miteinander und wir arbeiten miteinander. Das macht mich sehr optimistisch für die Zukunft.“
Rund ein Viertel der Unternehmen kennen Interim Management noch immer nicht
Ganz offensichtlich ist im Interim Management noch viel zu tun. Denn, obwohl sich der Anteil der Unternehmen, die Interim Management noch nicht kennen, von 43 % im Jahr 2006 inzwischen verringert hat, scheint er nunmehr bei rund 25 Prozent zu verharren (exakt: 2012 – 23 %; 2013 – 27 %).
„Das ist schon sehr erstaunlich“, merkt Thorsten Becker an, Co-Autor der Studie und geschäftsfüh-render Gesellschafter der Management Angels. „Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgend-ein Artikel zum Interim Management oder über die Arbeit von Interim Managern veröffentlicht wird. Dennoch scheinen viele Unternehmen dies nicht zu registrieren.“
Langfristig glaubt der AIMP hier weiteres Wachstumspotenzial zu erkennen, weil sich langfristig auch diese Unternehmen mit dem Interim Management werden beschäftigen müssen. „Ganz be-sonders dann, wenn der Wettbewerb die Vorteile von Interim Management für sich nutzt“, ist sich Thorsten Becker sicher.
Branchen: Nachfrage breiter gefächert – Linien: Personaler gesucht
Der Anteil der so genannten Königsbranchen (Maschinenbau, Automotive, Chemie/Pharma sowie Telekommunikation und Internet) ist im dritten Jahr rückläufig (2011: 59 %; 2014: 51 %). In einem Markt, der sich bei rund 2 Mrd. Euro in 2013 konsolidiert hat, haben andere Branchen mehr Inte-rim-Projekte beauftragt als im Vorjahr. Hierzu gehören vor allem Verkehr und Logistik (2012: 0 %; 2013: 5 %), Papier und Handel (jeweils; 2012: 1 %; 2013: 3 %).
„Das ist ein gutes Zeichen“, glaubt Jürgen Becker. „Je mehr Branchen die Vorteile von Interim Ma-nagement erkennen, umso eher fallen die verbliebenen Hürden.“ Hierbei hilft es auch, dass der Anteil an Interim-Projekten im Bereich Personal mit fast einem Fünftel unverändert hoch ist. „Wenn ein Unternehmen einen Interim Manager oder eine Interim Managerin im Bereich Personal einsetzt, dann verpuffen eventuell nachgelagerte Vorbehalte gegen Interim Management, weil der Interim Manager mit dem Thema ganz anders umgeht als ein festangestellter Manager.“
Weiterhin hoher Anteil Geschäftsführer/Vorstände als Verhandlungspartner
Knapp jedes zweite Interim-Projekt wird verhandelt, wenn der Chef gegenüber sitzt (2012: 43 %; 2013: 47 %). „Vor nicht allzu langer Zeit haben wir geglaubt, Interim Management würde zur „Commodity“ und daher in den Personalabteilungen der Unternehmen angesiedelt werden. Das ist ganz offensichtlich nicht so!“, stellt Thorsten Becker fest.
Die Gründe hierfür glaubt der AIMP in zwei Entwicklungen zu erkennen: Zunächst hat sich der An-teil an Restrukturierungsprojekten von 8 % im Vorjahr auf 17 % im Jahr 2013 gut verdoppelt. Dar-über hinaus hat sich der Anteil der mittelständischen Unternehmen mit bis zu 999 Mitarbeitern um rund 2 Prozentpunkte auf 60 % erhöht. „In beiden Fällen sitzt dann der Chef am Tisch.“, erklärt Becker.
Kein Heilmittel gegen den Fachkräftemangel
Unternehmen dürfen jedoch nicht hoffen, unter den Interim Managern und Interim Managerin-nen, deren Anteil leicht von 11 % auf 13 % in 2013 gestiegen ist, Mitarbeiter für eine Festanstel-lung rekrutieren zu können: Der Anteil der Projekte, die im Anschluss zu einer Festanstellung im Unternehmen führten, bleibt mit nur 2 % marginal.
Weitere Informationen unter:
http://www.aimp.de/images/pdfs/AIMP_PROVIDERUMFRAGE_2014_FOR_SITE.pdf ( Bildmaterial (Grafiken) entnehmen Sie bitte der Studie, diese sind frei zur Veröffentlichung mit Quellenangabe.)