Der ehemalige afghanische Wiederaufbauminister Amin Farhang hat Pakistan im Zusammenhang mit der Tötung Osama bin Ladens scharf kritisiert. „Die Tatsache, dass er in der Nähe der Hauptstadt getötet wurde, bedeutet, dass die pakistanischen Behörden längst wussten, dass bin Laden sich dort aufhält“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. Gleiches gelte vermutlich für weitere Terroristenführer. „Pakistan hat mit der ganzen Welt ein Spiel gespielt. Das ist jetzt der Beweis.“ Farhang fügte hinzu: „Jeden Tag sterben in Afghanistan westliche und afghanische Sicherheitskräfte. Und Osama bin Laden saß da und hat sich ins Fäustchen gelacht.“ Man müsse deshalb „mit Pakistan sehr ernsthaft reden. Denn es wird seine Politik nicht ändern, wenn der Westen keinen Druck ausübt.“ Der afghanische Politiker rechnet nach bin Ladens Tod nicht mit einem Ende des Terrors. „Womöglich werden die Anschläge jetzt sogar zunehmen“, erklärte er. „Nun kommt die neue Generation der Terroristen.“
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