Im Internet ist bei Kunden die Zahlungsvariante „Auf Rechnung“ am beliebtesten, gefolgt von der Kreditkarte. Am Unbeliebtesten sind die E-Payment-Möglichkeiten. Am häufigsten wird jedoch seitens der Shop-Betreiber die Zahlungsart „Vorkasse“ und „Nachnahme“ angeboten. Weniger als 50% der Internetshops liefern noch auf Rechnung. Aber gerade die Zahlart Vorkasse und Nachnahme schrecken viele Kunden beim Kauf im Internet ab, somit sinkt die Attraktivität des Online-Shops zu Gunsten sicherer Zahlungsmethoden.
Die Kaufabbruchquote steigt während des Online-Bestellvorganges an, wenn speziell Neukunden nicht diejenige Zahlungsmöglichkeit auswählen können, die sie sich wünschen. Die Abbruchquote lässt sich durch die Aufnahme von zusätzlichen Zahlungsvarianten erheblich reduzieren. Am stärksten wirkt sich die Zahlungsart „Auf Rechnung“ auf die Kaufabbruchquote aus. Bietet ein Online-Shop bspw. nur die Zahlungsvarianten Vorkasse und Nachnahme an, muss er mit einer Abbruchquote von etwa 60% laut Ibi Research rechnen. Bietet er zusätzlich noch Bezahlung per Kreditkarte oder Lastschrift an, reduziert sich die Kaufabbruchquote auf 36%. Mit der weiteren Zahlungsart „Rechnung“ sogar auf 10%.
Betrachtet man die Fragestellung der Aufnahme zusätzlicher Zahlungsarten vor dem Hintergrund der Forderungsausfälle ergab die Studie, dass nur 7% der Unternehmen einen Zahlungsausfall von mehr als 3% bei der sicheren Zahlungsart „Kreditkarte“ zu bearbeiten hatten. Die Zahlungsart „Rechnung“ bewirkt hingegen einen Zahlungsausfall von ca. 41% im Online-Shop. Fazit: Das Angebot der Zahlungsart „Auf Rechnung“ bringt zwar die meisten Käufer, verursacht aber auch die meisten Ausfälle.
Hier kann modernes Forderungsmanagement seinen Beitrag leisten, damit die entstandenen, Forderungen nicht ausgebucht werden müssen, sondern den Unternehmen wieder als Liquidität zur Verfügung zugehen. Ergänzend ist aber immer eine Risikoprüfung empfohlen. Diese kann sowohl aus eigenen sowie aus externen Daten basierend durchgeführt werden. Interne, selbsterhobene Kundendaten können zum Abgleich und Risikoeinschätzung herangezogen werden. Bestellhistorien können Aufschluss über das zurückliegende Zahlungsverhalten des Kunden geben. Ein Abgleich gegen eine Nicht-Zahler-Liste schützt vor erneutem Zahlungsausfall, wenn diese Kunden wiederum bestellen und weisen auf den Einsatz sicherer Zahlungsarten für diese Kunden hin. Als externe Quellen stehen Bonitätsauskünfte zur Verfügung, die Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst GmbH im eigenen Online-Bonitätsportal anbietet. Manuell können hier sowohl Firmen- als auch Konsumentenauskünfte durchgeführt werden. Online ist das Portal 24 Stunden erreichbar. Bei größeren Mengen stehen die Möglichkeiten des Batch-Verfahrens oder des Import-Konverters zur Verfügung, um die Datenübergabe zu vereinfachen. Für die Integration der Bonitätsauskunft in einen Online-Shop verfügt die Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst GmbH über eine speziell eingerichtete Schnittstelle, die direkt im Web-Shop die Steuerung der Zahlungsvarianten nach ermitteltem Bonitätsindex vornimmt.
Nutzen Unternehmen neben den internen, eigenen Kundendaten auch Bonitätsprüfungen, können Unternehmen ihr Angebot an kundenfreundlichen Zahlungsarten ausweiten, ihren Internet-Shop damit attraktiver speziell für neue Kunden gestalten und ihr Zahlungsausfallrisiko reduzieren. Trotz des Einsatzes von Instrumenten der Risikoprüfung kann es dennoch zu Zahlungsausfällen kommen – eine Garantie dafür, dass ein Kunde zahlt, gibt es leider nicht.