ACSI-Projekt:“EU-Vergabeinstitute prüfen den Markt nicht richtig“

München, 8. September 2011. Knut Lünse, CTO beim Münchner Systemhaus SAPHIR kritisiert das ACSI-Projekt (Artifact-Centric Service Interoperation) der Europäischen Union: „Es scheint, als prüften die Vergabeinstitute nicht, was in dieser Richtung bereits auf dem Markt vorliegt“. Denn hier sei man sehr viel weiter als es das ACSI-Projekt reflektiere, so Lünse weiter. Das ACSI-Projekt soll Vorschläge zur Umsetzung von agilen Software-Architekturen machen.

Nach wie vor gebe es kaum ein Modell zur holistischen Abbildung von Geschäftsmodellen, beklagt der SAPHIR-Technologiechef in einem Gespräch mit dem Social-Media-Dienst Punktgenau. Eben deshalb könne die IT dieses auch oft nicht richtig unterstützen. Konventionelle Software-Entwicklungszyklen seien jedoch zu schwerfällig, um sich flexibel an ständig wechselende Anforderungen anzupassen. Darum benötige man agile Software-Architekturen, die den Fokus weg von der Implementierung durch die IT-Abteilungen und hin zur Modellierung durch die Fachabteilungen verschöben.

„Forrester und Gartner sprechen in diesem Zusammenhang von Dynamic Business Applications“, erläutert Lünse. „Ebenso hat die EU das ACSI-Forschungsprojekt aufgesetzt“. Dieses erinnere Lünse jedoch an das Märchen vom Hase und dem Igel. Denn hier sei man durchaus weiter, als das Projekt dies widerspiegle. Der Markt sei allem Anschein nach nicht eingehend geprüft worden.

Das Gespräch „Was sind agile Software-Architekturen?“ sowie das Whitepaper „Machen agile Software-Architekturen die Programmierung bald überflüssig?“ steht auf der SAPHIR-Website zum Download bereit unter:

http://www.saphirgmbh.eu/saphirgmbh_eu/agile-architekturen/