
Das Zertifikat bescheinigt absatzplus, dass das Unternehmen nach den von der Branche selbst auferlegten Richtlinien arbeitet und sich mit den in den letzten Jahren immer anspruchsvoller gewordenen rechtlichen Bestimmungen, Compliance Vorgaben und der Produktsicherheit auskennt. Über den Code of Conduct wird zum Beispiel geregelt, dass zertifizierte Händler keine Produkte anbieten, die über Kinderarbeit, unfaire Arbeitsbedingungen oder andere fragwürdige Herstellprozesse oder Produktionswege entstanden sind. Des Weiteren wird auch darauf geachtet, dass die mit den Produkten verbundenen Urheberrechte des Ideengebers eines Produktes gewahrt werden.
Doch nicht nur die Herkunft, sondern auch die Verwendung findet in der Zertifizierung ihre Beachtung. So müssen Werbeartikelhändler heute ein umfangreiches Wissen zu den rechtlichen Vorgaben in puncto Entsorgung von Elektroschrott und Verpackung vorweisen. Auch die Abgabe für USB-Sticks, mögliche Produktrisiken und Haftungsfragen gehören dazu. Ein weiterer Bestandteil des Zertifizierungsprozesses ist die Kenntnis über die aktuellen Branchenvorgaben im Bereich der Compliance.
Annemarie Dietrich, Büroleiterin von absatzplus Austria, begrüßt die Idee des VÖW zur Zertifizierung: „Der Werbeartikelmarkt ist aufgrund der rechtlichen Bestimmungen und Compliance-Vorgaben vieler Branchen sehr anspruchsvoll geworden. Doch noch immer gibt es Anbieter, die diesen Beratungsbedarf nicht anbieten können und sich nur als ‚Produktschieber‘ statt als serviceorientierte Werbeartikelberater verstehen. Das ist aufgrund der möglichen rechtlichen Folgen für den Kunden nicht hinnehmbar und beeinträchtigt den Ruf unserer Branche. Daher war es für uns selbstverständlich, uns zertifizieren zu lassen.“