Abbrecherquote von Auszubildenden besorgniserregend

BDS-Bayern möchte Ausbildungsqualität weiter stärken

 

München – Mehr als jeder vierte Auszubildende bricht die Ausbildung vorzeitig ab. Das geht laut Medienberichten aus dem Entwurf zum Berufsbildungsbericht 2018 hervor. Deutschlandweit wurden demzufolge 146.000 Ausbildungsverhältnisse (25,8 Prozent) vorzeitig beendet.

Dazu die Präsidentin des Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e. V., Gabriele Sehorz: „Unsere Azubis sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen. Gerade in Anbetracht der vielen nicht besetzten Stellen besorgt uns diese hohe Abbrecherquote sehr. Jeder Auszubildende wird gebraucht, damit die Wirtschaftskraft des bayerischen Mittelstands auch in Zukunft gesichert werden kann.“

Eine aktuelle Befragung des branchenübergreifenden Interessenverbandes hat ergeben, dass jedes dritte Mitgliedsunternehmen nicht alle offenen Stellen besetzen kann. Insgesamt fehlen 2.158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 10 Prozent davon sind Ausbildungsstellen. „Viele unserer Mitglieder kämpfen händeringend um Auszubildende, da schmerzt jeder Abbruch umso mehr.“, so Sehorz.

Viele der Ausbildungsabbrecher bemängeln die Ausbildungsqualität, dem wirkt der BDS Bayern schon seit mehreren Jahren mit der eigenen „BDS AZUBIAKADEMIE“ entgegen. Bayernweit – an 30 Standorten – wird dadurch kleinen und mittelständischen Betrieben ein professioneller Betriebsunterricht als Zusatzangebot ermöglicht. Ein Angebot, an dem weiter festgehalten wird: „Mit unserer Azubiakademie haben wir eine Plattform geschaffen, mit der besonders kleinere Unternehmen ihre Ausbildung noch attraktiver gestalten können. Dies hat eine große Qualitätssteigerung zur Folge.“, so die Präsidentin des BDS Bayern abschließend.