Zwischen 2009 und 2012 führt der Bau- und
Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) Niederlassung Köln an der
Namen-Jesu-Kirche eine Grundsanierung durch. Bauherr ist das Land
NRW, welches durch das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen,
Wohnen und Verkehr (MWEBWV) und durch die Bezirksregierung Köln
vertreten wird. Die aus dem 17. Jahrhundert stammende dreischiffige
Jesuitenkirche wurde nach Zerstörung im zweiten Weltkrieg wieder
aufgebaut und diente bis vor kurzem als Schul- und Hochschulkirche
des Erzbistums Köln. „Doch auch hier nagte der Zahn der Zeit, sodass
nun umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, was
bei einem denkmalgeschützten Objekt so manche Unwegsamkeit mit sich
bringt“, so Dietlind Simon-Euskirchen, Architektin und
Objektmanagerin vom BLB NRW Köln. Simon-Euskirchen weiter: „In
erster Linie umfasst die Sanierung die Behebung von statischen
Mängeln in den Türmen und dem Dachstuhl sowie Feuchtigkeitsschäden im
Innen- und Außenraum.“ Da sich die Kirche innerhalb einer dichten
Bebauung befindet, wird der Brandschutz – auch als Schutz für die
Nachbarhäuser – als vorrangiges Thema behandelt. So sind eine
Brandmelde- und eine Halbstationäre Feuerlöschanlage für die Türme
vorgesehen. Als besonderes Highlight ist das Kolumbarium, welches
unter dem Hauptschiff liegt, zu nennen. Dies soll zukünftig der
Gemeinde als Bestattungsort für Urnen und somit als Raum des
lebendigen Erinnerns und Gedenkens dienen. Bei der Verlegung der
Abwasserrohre um die Kirche sind umfangreiche archäologische Funde
freigelegt und dokumentiert worden. Trotz der unerwartet hohen Anzahl
von Funden kommen die Bauarbeiten gut voran. All diese Arbeiten
werden in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege durchgeführt.
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