9. Kamingespräch der School of International Business and Entrepreneurship

9. Kamingespräch der School of International Business and Entrepreneurship
 

Wird Krebs irgendwann einmal heilbar sein? Wird es in der Zukunft möglich sein, länger zu leben? Über solche Fragen denkt und forscht man in der Biotechnologie. Beim 9. Kamingespräch des STI SIBE Alumni wurde diese Branche detaillierter vorgestellt. Und wieder einmal war es spannend festzustellen, welchen interdisziplinären Hintergrund SIBE-Absolventinnen und Absolventen besitzen und in welchen unterschiedlichen Bereichen sie die Management-Instrumente einsetzen, die sie während des Studiums erworben haben!

Der Sprecher des 9. Kamingespräches Dr. Ingmar Hoerr ist Absolvent des Kurses WO03 (MBA-Abschluss 2001, in Kooperation mit der Hochschule Krems). Seine Kommilitonen (Miriam Kraus, Senior Vice President bei der SAP AG, und Michael Lücke, Vorstandsmitglied der Bertrandt AG) waren bereits Sprecher bei den Kamingesprächen des STI SIBE Alumni. Er selbst gründete während seines MBA-Studiums mit ein paar anderen Kommilitonen und Kollegen die CureVac GmbH. Das Start-Up, das auf sechs Quadratmeter Fläche entstanden ist, entwickelte sich in 13 Jahren zu einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern. Herr Hoerr berichtet routiniert über Höhen und Tiefen, die er und seine Kollegen durchgemacht haben. Er spricht von den schweren Rahmenbedingungen, die die Biotechnologiebranche in Deutschland hat. Als Zuhörer kann man nur erahnen, welchen Enthusiasmus und Überzeugung die Gründer der CureVac an den Tag legen mussten, um alles durchzustehen und nicht aufzugeben. Es wurden anfangs einige Fehler gemacht.
Davor sollte man keine Angst haben, denn stets lernt man auch daraus. Die Frage der Teilnehmer nach der Länge seines Arbeitstages lässt er unbeantwortet. Man weiß, dass Unternehmer andere Arbeitszeiten haben. Ãœberraschend kommt er auf die Themen HR und Führung zu sprechen. Man fragt sich, wann hat ein CEO und Wissenschaftler Zeit, sich Gedanken zu machen über die richtige Mitarbeiterführung. Dr. Hoerr sieht es als ein Problem seiner Branche, dass viele Start-Ups daran scheitern, dass Wissenschaftler keine Kenntnisse über die Unternehmensführung besitzen. Allein ein guter Wissenschaftler zu sein genügt nicht, um ein Unternehmen auf dem Markt voranzubringen. Mitarbeiter seien einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Unternehmen. Und dann fühlt man sich plötzlich wie in einem Seminar zu Persönlichkeit im Studium zurückversetzt: Herr Hoerr kommt auf die Kompetenzen zu sprechen. Es hört sich an, wie eine Essenz dessen, was wir alle in Kompetenz-Seminaren gehört haben: „man hat Schwächen“, „man sollte die Stärken weiterentwickeln“… Es sind einfache Weisheiten, die man nicht oft genug aussprechen kann.

Wir bedanken uns beim Herrn Dr. Ingmar Hoerr für den spannenden Kaminabend!

Und wir freuen uns schon auf den nächsten Termin – den 17. Oktober 2013.

Weitere Informationen unter:
http://www.steinbeis-sibe.de