
Anders als beim Umstieg vom Pferd auf das Flugzeug gibt es in Sachen Digitalisierung kein Raushalten mehr. Sie ist längst in allen Lebensbereichen angekommen und wird dies weiter tun. Es gibt fünf Fehler, mit denen wir uns den Umgang mit der neuen Welt selbst schwermachen und negativen Stress selbst erzeugen. Sie zu kennen, gibt Ihnen die Möglichkeit, diese zu vermeiden und es sich leichter und angenehmer zu machen:
Wie negativer Stress entsteht, wenn wir alte Methoden in einer neuen Welt einsetzen
Als Menschen des 20 Jahrhunderts sind wir mit Denk-, Verhaltens-, und Organisationstechniken dieser Zeit groß und erfolgreich geworden. Ein Beispiel ist das lineare Denken. Wir sind es gewohnt, dass, wenn wir A tun, B herauskommt und dass wir so Dinge 1:1 beeinflussen wollen. Dies funktioniert in einer Welt vernetzter Dinge, die selbst lernen, nicht mehr.
Tipp: Verabschieden Sie sich von der Idee, alles kontrollieren zu können. Das konnten wir vorher auch nur scheinbar, doch die Illusion hat uns in Sicherheit gewiegt.
Wir glauben, dass das Ende in Sicht ist
Ebenfalls aus der alten Denk- und Arbeitswelt stammt die Illusion, dass wir zur „eigentlichen“ Aufgabe übergehen können, wenn die letzte E-Mail beantwortet und das neue Datenerfassungsprogramm verstanden ist. Ein fataler Irrtum. Denn die Weiterentwicklung ist fundamentaler Bestandteil der Digitalisierung.
Tipp: Wenn wir gar kein Ende erwarten, sondern die nächste neue Version, dann regt uns das auch nicht mehr auf.
Wir wollen Aufgaben allein lösen
Auch das war früher einmal machbar, ja normal. Doch die Komplexität der Informationen, deren wechselseitige Beeinflussung und schnelle Veränderung machen ein gemeinsames Verstehen und Agieren notwendig. Ein Einzelner kann nicht mehr alles wissen und an alles denken und alle Entwicklungen mitbekommen. Dies ist kein Zeichen von Schwäche oder Wissenslücken, sondern vielmehr potenziert sich das Wissen der Einzelnen zu einem großen agilen Ganzen.
Tipp: Menschen und soziale Kontakte tun uns gut. Gemeinsam handeln und denken wir besser.
Wir wollen alles sofort beherrschen und kreieren negativen Stress
Wir wünschen uns, die Dinge zu durchdringen und zu verstehen. Und das möglichst rasch. Keine Zeit zu haben, ist an der Tagesordnung. Bei digitalen Themen erwarten wir dies auch. Auch dann, wenn wir gar nicht mit ihnen großgeworden sind. Denn die Digitalisierung ist gerade einmal ca. 20 Jahr jung, die Smartphones 11.
Tipp: Die neue Technik lädt zum Entdecken, Ausprobieren und Kennenlernen ein statt zum auf einmal alles Wissen. Planen Sie jede Woche Zeit dafür ein.
Wir fokussieren uns auf den negativen Stress
Unser Gehirn folgt ohnehin der Tendenz, Probleme und Gefahren schneller zu erkennen, besser zu merken und sie größer zu machen, als sie in der Realität sind. Erleben wir negativen Stress, weil wir uns überfordert fühlen, Angst haben oder ähnliches, bekommen wir noch den so genannten Tunnelblick. Das heißt, wir sehen noch mehr Probleme und keine Lösungen.
Tipp: Nach dem Zufallsprinzip gibt es eine 50:50-Chance, dass etwas auch besser wird. Vor allem dann, wenn wir uns damit beschäftigen, so dass es vertrauter wird und wenn wir dies mit Freude tun.
In vielen Unternehmen wird Kraft, Zeit und Geld investiert, um alle Mitarbeiter für die digitalen Veränderungen zu gewinnen und mitzunehmen. Gerade erfahrene Arbeitnehmer sträuben sich oft dagegen. Obwohl sie längst bei Fernsehen, Radio, Auto, Telefon und vielem mehr damit leben. Es kostet viel Kraft, gegen etwas zu sein und behindert das Gehirn bei seiner normalen Arbeit. Dann machen selbst die täglichen vertrauten Dinge keine Freude mehr. Schuld daran ist aber nicht die Digitalisierung sondern unser Sträuben dagegen. Besser wäre, auf Entdeckungsreise zu gehen, zu testen, was möglich ist. Unser Gehirn liebt es, zu lernen und Probleme zu lösen. Und nach 30 Tagen bis 3 Monaten beginnt ein neues Gefühl der Vertrautheit.
Was immer um uns geschieht – wir haben immer die Chance, uns zu fragen: Was kann ich genau jetzt für mein Wohlbefinden tun und sei es nur, etwas anderes zu denken.
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