Wussten sie, dass auf einer Liste mit den 50 häufigsten Neujahrsvorsätzen das erste Mal das Thema „Geld“ an 19ter Stelle aufscheint? Weit abgeschlagen hinter Vorhaben wie „mehr Sport zu betreiben“ oder „mehr Zeit für die Familie zu haben“. Sogar das Aufräumen der Garage wird noch vor dem ersten Geldthema genannt.
Dabei ist gerade in Zeiten magerer Zinsen der Aufbau von Rücklagen wichtiger als je zuvor – oder auf ein größeres Ziel hinzusparen, seine Lieben abzusichern, für Kinder vorzusorgen. Dass das klassische Sparbuch hier nicht mithalten kann, liegt auf der Hand.
Ein Vorsatz – viele Möglichkeiten
Bevor es an die Auswahl vom Sparprodukt und des Anlagehorizonts – abhängig vom Sparziel – geht, gilt es, sein individuelles Sparpotenzial auszuloten! Soll es ein Einmalerlag sein – zum Beispiel aus der Rückzahlung der Arbeitnehmerveranlagung oder Geld aus 13. und 14. Monatsgehalt? Ist es möglich, vom monatlichen Einkommen noch etwas abzuknapsen, ohne auf die gewohnte Lebensqualität verzichten zu müssen. Und wenn ja, wie viel?
Ist das Sparpotential festgelegt, dann erst geht es an die Auswahl des geeigneten Finanzprodukts.
„Für eine mittelfristige Anlage über einen Zeithorizont von 6 bis 7 Jahren gibt es verschiedene Fonds-Produkte. Dabei können die eingelegten Gelder auch während der Laufzeit zum Teil oder zur Gänze behoben werden. Je länger und vollständiger das Geld über die gewählte Laufzeit auf dem Fondskonto verbleibt, desto höher ist natürlich der mögliche Zinseffekt.“, informiert Herbert Straif, Leiter Asset Management der Partner Bank.
Ein paar einfache Beispiele sollen aufzeigen, dass größere Wünsche mit einem einfachen Sparplan verwirklicht werden können.
Eine Familie mit zwei Kindern und einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.200 Euro möchte bereits jetzt in die Zukunft der Kinder investieren. Das Ziel ist es, in gut 10 Jahren genügend Geld angespart zu haben, um die Kinder bei Führerschein, Autokauf und einem eventuellem Studium unterstützen zu können. Der Familienrat tagt und nach Konsultation mit einem unabhängigen Finanzberater sind freie Mittel von monatlich gleichbleibend 180 Euro errechnet worden.
Für dieses Ziel empfiehlt der Finanzberater ein ausgewogenes Portfolio mit Anleihen und Aktien, das nach Spesen und Steuern eine Verzinsung von 3% erwarten lässt. Bei der gleichbleibenden Sparleistung von 180 Euro im Monat, können die beiden Kinder mit einer „Finanzspritze“ von insgesamt 25.000 Euro rechnen.
Ein gut verdienender Single Mitte 30 stellt sich folgende Fragen: „Was ist, wenn ich nicht immer so gut verdiene wie jetzt? Wenn die staatlich garantierte Pension noch weniger wird als prognostiziert und die Lebenshaltungskosten trotzdem steigen? Was ist, wenn ich mit 60 Jahren aufhören will zu arbeiten?“ Er entschließt sich, monatlich 300 Euro mit einem langfristigen Veranlagungshorizont zur Seite zu legen. Das große Ziel: „Aussteigen mit spätestens 60 Jahren!“
Um mit 60 Jahren aus dem Berufsleben auszusteigen und die 5 Jahre bis zur staatlichen Pension mit einem hohen Einkommen zu überbrücken muss der Single monatlich 300 Euro zur Seite legen. Sein Finanzberater empfiehlt ein dynamische Aktienportfolio, das nach Spesen und Steuern (in Ansparphase und Entnahmephase) berechnete 4% Zinsen bringen soll. Damit die Inflation den Endbetrag nicht vermindern kann, wird zusätzlich eine jährliche Anpassung der Einzahlungen von 2% vereinbart. Damit ist sichergestellt, dass sich der junge Pensionär über 5 Jahre mit monatlich 3.300 Euro brutto ein angenehmes Leben machen kann.
Eine freiberufliche Grafikerin träumt schon lange davon, eine Weltreise zu machen. In 6 bis 7 Jahren soll es so weit sein. Für dieses Ziel will sie auch regelmäßig sparen. Aufgrund ihres unregelmäßigen Einkommens und der damit verbundenen Sparleistung sucht sie Rat bei einer ihr bekannten Finanzberaterin.
Damit die Weltreise nicht ins Wasser fällt, muss die Grafikerin über 7 Jahre monatlich 170 Euro zur Seite legen. Ihre Finanzberaterin schlägt ein konservatives Portfolio vor, das als Schwerpunkt Anleihen enthält. Nach Steuern und Spesen wird eine Verzinsung von 2% prognostiziert. Ohne Indexanpassung der Einzahlungen wird die Grafikerin für Ihre Weltreise etwa 15.000 Euro ausgeben können.