Unter dem Motto „Innovation und Wandel – Gestalten
ohne Finanzen?!“ ging heute in Berlin der 15. Ministerialkongress zu
Ende. Hochkarätige Vertreter aus Bund, Ländern und Kommunen
diskutierten, wie trotz knapper werdender Budgets an Modernisierungs-
und Rationalisierungszielen festgehalten werden kann. „Aufgrund der
Kassenlage droht eine Verlangsamung des Reformtempos.
Effizienzsteigerungen und Einsparungen können jedoch nachhaltig nur
realisiert werden, wenn auch Innovationsprozesse weiter
vorangetrieben werden. Daher sollte auch weiterhin konsequent in die
Verwaltungsmodernisierung investiert werden“, so Jon Abele, Partner
bei BearingPoint und Experte für die Beratung der öffentlichen
Verwaltung. „Um die Modernisierung noch effektiver zu gestalten,
braucht es mehr Austausch zwischen den Behörden und eine bessere
Steuerbarkeit der Verwaltung. In Ämtern und Behörden gibt es viele
gute Initiativen und Projekte – häufig fehlt es an einer Umsetzung in
der Fläche.“
Ein wichtiges Fazit des Kongresses: Damit nicht an, sondern durch
Modernisierung gespart werden kann, muss die Wirtschaftlichkeit von
Projekten in Zukunft noch stärker nachgewiesen werden. In einer
Podiumsdiskussion betonte Professor Dr. Stefan Bajohr, Mitglied des
Beirats der Deutschen Gesellschaft Finanz- und Haushaltspolitik e.V.,
in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Doppik als nachhaltigstes
Instrument für die Modernisierung. Die Länder-CIOs aus
Rheinland-Pfalz und Hamburg wünschen sich zudem, dass nicht die
reinen IT-Kosten, sondern die Gesamtkosten der politischen Aufgaben
betrachtet werden und am Willen zur Modernisierung festgehalten wird.
Der Ministerialkongress, den die Management- und
Technologieberatung BearingPoint vor 15 Jahren ins Leben gerufen
hat, gilt heute als eines der wichtigsten Foren für Experten und
Entscheidungsträger zum Thema Verwaltungsmodernisierung. An zwei
Kongresstagen stellten hochkarätige Referenten Meilensteine, Best
Practices, wesentliche Reformvorhaben und innovative IT-Projekte vor.
Übersicht über zentrale Themen des Kongresses
Sehr rege diskutierten die Experten vor allem über den neuen
Personalausweis, Green IT, De-Mail, IT-Dienstleistungszentren und den
Einsatz von Web 2.0.
Neuer Personalausweis: Einfach und sicher?
Der neue Personalausweis wird ab November 2010 in Deutschland
erhältlich sein. Anders als der bisherige Ausweis ermöglicht er die
medienbruchfreie Identifikation im Internet. So können zum Beispiel
Neukundenverträge bei Banken künftig online abgeschlossen werden. Die
Verwaltungsexperten waren sich einig: Der elektronische
Identitätsnachweis bedeutet einen enormen Effizienz- und
Sicherheitsgewinn. Geschäftsprozesse werden erleichtert, da sie
aufgrund der eindeutigen Authentifizierung medienbruchfrei im
Internet durchgeführt werden können. Sicherheit und Datenschutz
werden sich mit dem neuen Personalausweis deutlich erhöhen.
Erfolgsmeldung der Green-IT Initiative des Bundes
Als Vorzeigeprojekt des diesjährigen Kongresses präsentierte sich
die Green-IT Initiative des Bundes. 2008 beschloss die
Bundesregierung, den Energieverbrauch in allen Ressorts bis 2013 um
40 Prozent zu senken. Mit intelligenten Softwarelösungen und der
Konsolidierung von Rechenzentren haben einige Ämter und Behörden
bereits heute ihre Einsparziele realisiert. Vertreter der
Bundesagentur für Arbeit sowie aus dem Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit berichteten über den
Entwicklungsstand.
Schlüsseltechnologie De-Mail
Im Rahmen eines Workshops wurden Umsetzungsstand und Vorteile von
„De-Mail“ diskutiert. Anders als herkömmliche E-Mails ermöglichen
De-Mails einen sicheren elektronischen Austausch rechtsgültiger
Dokumente zwischen Bürgern, Behörden und Unternehmen. Ein Großteil
des bisherigen Briefverkehrs kann digital erfolgen – dies erspart
Porto und das Einscannen bestehender Dokumente. Momentan wird De-Mail
in Pilotprojekten getestet – mit guten Ergebnissen: Sobald das
De-Mail-Gesetz verabschiedet ist, kann die Technologie flächendeckend
eingesetzt werden.
Mit Dienstleistungszentren in die Zukunft
Als ähnlich zukunftsfähig gelten IT-Dienstleistungszentren (DLZ).
Sie bieten verschiedenen Verwaltungseinrichtungen IT-Leistungen
gebündelt an. Durch einheitliche Prozesse erzeugen sie Skaleneffekte
und vereinfachen Abläufe. In einer Diskussionsrunde wurden Potenziale
und Hürden besprochen, die beim Aufbau einer DLZ entstehen können.
Das Fazit: DLZ müssen über Ressortgrenzen hinaus gestaltet werden.
Verwaltung 2.0
Social Media durchdringt auch die Verwaltungsabläufe. Immer mehr
Behörden versuchen, Bürger schell und interaktiv an
Verwaltungsprozessen zu beteiligen. In einem Workshop wurden
Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, wie Web 2.0 Tools optimal
in die Arbeit der öffentlichen Verwaltung integriert werden können.
Über Erfolge konnte insbesondere der Bürgerhaushalt Köln berichten,
der hier eine Vorreiterrolle einnimmt.
Ãœber BearingPoint
BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen
Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der
Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren
BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen,
Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies
bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum
Geschäftserfolg – und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit
der Ãœbernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out
ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die
Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf
einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.250
Mitarbeiter in 14 europäischen Ländern. Das Unternehmen hat
europäische Wurzeln, agiert aber global.
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