
Bereits im April 2001 begann die BEST Bildungs-GmbH Weiterbildung mit synchronem E-Learning lementen zu unterstützen. In den Anfangsjahren hatte der Deutsche Markt dafür noch keine eeignete Software für Web-Conferencing zur Verfügung. Deshalb wurden zunächst amerikanische Lizenzen genutzt. „Wer diesen Markt von Anfang an verfolgt hat, weiß, wie schnell und rasant sich Webconferencing in den letzten 10 Jahren entwickelt hat“, so Bernd Stelzer, Geschäftsführer der BEST Bildungs-GmbH. Die BEST Bildungs-GmbH hat sehr schnell erkannt, dass nicht asynchrones E-Learning z.B. WBT-Programme zu guten Lernerfolgen führen kann, sondern nur synchrones E-Learning in dem Austausch und Zusammenarbeit der stattfindet. „Die immer wieder spannende Frage für uns war, was lässt sich mit eLearning Elementen gestalten, um zu den gleichen Lernergebnissen zu kommen, wie im Präsenzunterricht. So entstanden Online-Workshops, in denen die in Präsenzseminaren durchgeführte Gruppenarbeiten online abbilden können und von der Effizienz den Gruppenarbeiten im Seminar überlegen sind. Es entstand Tele-Teaching in Form von Face to Face Sequenzen, die es erlauben, sehr zeitflexibel Gesprächsübungen in Form von Rollenspielen durchzuführen. „Es ist uns wichtig, dass wir in der Zeit der didaktischen Wende, wo es mehr darum geht, Kompetenzen zu entwickeln als nur Wissen zu vermitteln, geeignete Blended-Learning Lösungen zu finden, die dieser Zielsetzung folgen können“, so Bernd Stelzer. Betrachtet man den derzeitigen Blended-Learning Markt in verschiedenen Ländern, so läst sich eindeutig feststellen, dass in Deutschland derzeit noch wenig über die Nutzung sogenannter virtueller Classrooms nachgedacht wird. Wissensvermittelndes WBT steht noch deutlich im Vordergrund, während sich z.b. in den USA virtuelle Classrooms zunehmender Beliebtheit erfreuen und schon einen großen Raum im Blended-Learning einnehmen. In Deutschland gibt es derzeit nur sehr wenige Spezialisten, die sinnvolle und kompetenzbildende Weiterbildung mittels synchronem E-Learning und Präsenz gestalten können. Betrachtet man die Ergebnisse, die mit diesen Lernformen in den USA erzielt werden, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann auch in Deutschland derartige Konzepte greifen werden. Modernes Lernen bedeutet heute auch konnektivistisches Lernen, dass einfach in einer Zeit des schnellen und stetigen Wandels, der Digitalisierung und Individualisierung notwendig wird, um Schritt halten zu können. Für konnektivistisches Lernen ist in der Präsenz allerdings gar kein Raum mehr, hier sind mediale Elemente nötig, deren Umsetzung allerdings nicht mal eben so erfolgt. Die richtige innere Haltung und die Entwicklung der Medienkompetenzen bei den Mitarbeitern sind zwingende Voraussetzungen um diese Form des Lernens effizient zu verwirklichen. In der Zukunft wird es somit immer mehr und immer stärkere Einsatzfelder für Blended-Learning geben, wobei die Anteile der Präsenz schrumpfe werden. Dafür, wie wir in Zukunft lernen werden und was wir in Zukunft lernen müssen, eignet sich der klassische Präsenzunterricht immer weniger Es ist an der Zeit, das wir von der Seminarveranstaltung zur Gestaltung von Weiterbildungsmaßnahmen übergehen. Hier ist es wichtig, nicht nur über Inhalte nachzudenken, sondern über didaktische und motivationale Designs. Hierzu können und müssen Mixes aus ganz unterschiedlichen und innovativen Lernformen zusammengebracht werden, um die Effizienz und die Nachhaltigkeit er Maßnahmen deutlich zu verbessern. Leider wird in den Köpfen vieler Entscheider unter eLearning WBT verstanden und dabei gibt es so viele und interessante Möglichkeiten in der Gestaltung von Blended-Learning, die sich viele Entscheider und auch Trainer noch gar nicht vorstellen und ausmalen können.