München / Gröbenzell, 16. Dezember 2014. Bauhaus steht nicht nur für kühne, rationale und funktionale Entwürfe in Kunst, Architektur und Design. Zu den Maximen des Bauhaus zählt neben dem Erscheinungsbild auch, das Alltagsleben zu vereinfachen und langlebige Materialien einzusetzen. Diesen Bauhaus-Idealen hat sich die ritterwerk GmbH verschrieben: Bei dem Hausgerätehersteller aus Gröbenzell sind sie seit mehr als einhundert Jahren gelebte Tradition. Bauhaus steht dort nicht allein für Design, sondern ist auch Maßstab in Sachen Material- und Mitarbeiterpolitik.
Anfänge: Vom Messerputzen zum Allesschneiden
Franz Ritter gründete die Firma ritterwerk 1905 im heutigen Münchner Stadtteil Pasing und produzierte anfangs Messerputzmaschinen. Nach Einführung des rostfreien Stahls entwickelte er rund 30 Jahre später eine der ersten Haushalts-Brotschneidemaschinen der Welt, die „B 50“. 1968 folgte der erste elektrische Allesschneider aus dem Hause ritter. Und auch das weltweit erste Kücheneinbaukleingerät stammt aus dem Unternehmen. Zu diesem Zeitpunkt ist Hans Koch, der Schwiegersohn des Gründers, noch Geschäftsführer. 1969 wird das Unternehmen an die Familie Braun verkauft. Verantwortlich ist zunächst Georg Hohm und später Karl Lohr, den der heutige Geschäftsführer Michael Schüller 2005 ablöst. „Auch wenn sich unsere Produktpalette und deren Design in den vergangenen 110 Jahren immer wieder verändert haben, gelten bei ritterwerk noch immer dieselben Ideale hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit, die Franz Ritter und seine Mitarbeiter schon 1905 vorlebten“, sagt Schüller.
Bauhaus-Design: Die Meister der klaren Formen und Gedanken
Besonders in seiner Design-Tradition, die seit Jahrzehnten der Bauhaus-Lehre folgt, setzt sich ritterwerk von anderen Hausgeräteherstellern ab: Von 1967 bis 2005 ist Karl Dittert für das Gerätedesign verantwortlich. Als ehemaliger Schüler von Hans Warnecke, der als Professor im Sinne des Bauhaus unterrichtete, entwirft und entwickelt Dittert für ritterwerk zeitlose Elektrokleingeräte wie zahlreiche Allesschneider und das Elektromesser oder Hausratsartikel wie die Knoblauch- und Zwiebelpresse und den Steaker mit Gemüseschneider. In den klaren Linien des Bauhaus folgen die Geräte nicht nur in Hinblick auf Funktionalität und Design dem Gedanken „form follows function“ (Form folgt Funktion). Als Stand- oder Einbaugeräte vereinfachen sie den Alltag ihrer Nutzer – und das, ihrer hohen Qualität wegen, für viele Jahre.
An diesen Maximen hält der Münchner Produktdesigner Martin Dettinger fest, der seit 2005 die Design-Tradition des Unternehmens auf neue Produkte überträgt. Auch für Dettinger spielt die Langlebigkeit eine zentrale Rolle bei der Produktgestaltung. Allesschneider, Toaster, Wasserkocher – sie alle sollen optisch zeitlos und zugleich durch die hohe Materialqualität langlebig sein. Sollte doch einmal etwas kaputt gehen, können Kunden ihre ritter-Produkte auch nach Jahrzenten in der hauseigenen Werkstatt reparieren lassen. Selbst Altgeräte, die nicht mehr zum Verkauf stehen, werden bei ritter in Handarbeit wieder funktionstüchtig gemacht.
Made in Germany
Neben dem Bauhaus-Gedanken hat sich ritterwerk ganz dem Ideal „Made in Germany“ verschrieben. So werden in Gröbenzell nicht nur die Küchengeräte gefertigt, sondern auch die Formen und Werkzeuge, mit denen die Zulieferer aus der Region Einzelteile vorproduzieren. „Wir fertigen ausschließlich in Deutschland. Doch macht natürlich nicht allein der Standort unser Know-how und damit unseren Wettbewerbsvorteil aus. Auch unsere Mitarbeiter spielen hier eine große Rolle. Mitarbeiterbindung ist uns daher sehr wichtig. Viele unserer Angestellten arbeiten schon seit Jahrzehnten bei uns“, kommentiert Schüller.
Dass das Erfolgsrezept von ritter aufgeht, beweist die lange Unternehmensgeschichte und -tradition. ritterwerk erweitert sein Portfolio beständig. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen mit seiner Design-Strategie zudem mehrere renommierte Preise und Auszeichnungen erhalten. Dabei bleibt ritterwerk auch mit dem schmalen Toaster volcano 5 und dem Wasserkocher fontana 5, den jüngsten Mitgliedern der ritter-Produktfamilie, in Form, Farbwahl und Optik dem Bauhaus-Gedanken treu.