1 Jahr infas 360

Nach einem Jahr infas 360 GmbH ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz.
Im März 2014 war die Bonner infas 360 GmbH von der infas Holding AG gegründet worden. Vorstandsvorsitzender Menno Smid sah die Chance, die zunehmende Zahl verfügbarer Daten für das Stammgeschäft von infas – die Sozial-, Verkehrs- und Marktforschung – nutzbar zu machen. „Meine Kernidee war und ist, dass es einen erheblichen Mehrwert darstellt, wenn für die Kunden erhobene Befragungsdaten mit Geo- und Marktdaten angereichert und diese mit den vorhandenen CRM-Daten zu einem individuellen Datenpool verschmolzen werden. Durch solche Verknüpfungen werden neue Zusammenhänge deutlich, es werden die Kosten für die Stichproben minimiert und – ganz zentral –, die Befragungen können regional ausgewertet werden“, sagt Menno Smid.
Gleichzeitig sollte eine neue und transparente, vor allem wissenschaftlich nachvollziehbare Mikrogeographie entstehen, in der feinräumige Daten reproduzierbar auf amtlicher Datenbasis adhoc generiert werden können. „Das von der infas 360 adaptierte Verfahren der ‚Small Area Statistics‘ ist so ein neuer Weg und stellt durchaus eine Innovation im Geomarketing dar“, so Menno Smid rückblickend.
Er war es auch, der Michael Herter für seine Ideen gewinnen konnte. Dieser hatte u. a. als Geschäftsführer der ehemaligen infas geodaten GmbH seit mehr als 10 Jahren die Geomarketing-Szene entscheidend geprägt. „In Zeiten von Big Data befindet sich auch die Geodatenproduktion in einem strukturellen Wandel“, meint Herter. „Die Herausforderung ist es, neben Standarddaten neue und wichtige Sofort-Informationen zu gewinnen, die der Wirtschaft wie auch der Wissenschaft einen Nutzen bringen. Da ist die Verknüpfung aus Research, CRM und Geomarketing, wie wir ihn mit der infas 360 GmbH praktizieren, wegweisend“, so Herter weiter.
Die infas 360 GmbH hat im letzten Jahr ein innovatives Produktportfolio aufgebaut und ein Team aus kompetenten Spezialisten zusammengestellt. Neben den Verfahrensdefinitionen für die interdisziplinäre Mischung aus Geo-, Markt-, Befragungs- und CRM-Daten sowie der Bildung des Small Area Methods (SAM)-Verfahrens und der Prüfung aller datenschutzrechtlichen Aspekte standen konkrete Produkte im Fokus, wie zum Beispiel:
PAGS (Postalisch Amtliches Gliederungssystem) ist das innovative mikrogeographische System, das erstmals sämtliche amtliche Geodaten in die komplette postalische Adress-Struktur bis zum Einzelhaus integriert.
Der PAGS CODER ist ein hochperformantes und präzises Geocodierungstool auf Basis von CASA Address zur postalisch-amtlichen Validierung und Lokalisierung von Adressen sowie zur Anspielung der PAGS-Geoschlüssel.
CASA umfasst die postalischen Anschriften aller adressierbaren Gebäude sowie die PAGS-Geoschlüssel. Die CASA Typologie organisiert Deutschlands Häuser in die Hauptkategorien Wohnen, Mischnutzung, Gewerbe und POI. Allein erstere beschreibt 26 homogene Gebäudetypen.
SMALL AREAS heißt die neue mikrogeographische Struktur auf amtlicher Basis. Bundesweite Siedlungs-typen mit gleicher Baustruktur gemäß statistisch definierbarer Homogenität.
CESAR ist ein webbasiertes Bewertungssystem mit entscheidenden bundesweit verfügbaren Lagekenn-ziffern für Standorte und Filialen.
„Die infas 360 GmbH ist heute nicht nur sehr gut als Datenspezialist aufgestellt, sondern überzeugt vor allem durch ihre Löungskompetenz“, sagt Menno Smid, „und sie wird in der Zukunft für uns eine wichtige Rolle spielen.“