Aus Sicht der Landtagsfraktion von BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN zeigt das schlechte Abschneiden Hessens im Bildungsmonitor der deutschen Wirtschaft, dass über die Herausforderungen des Bildungswesens nicht durch eine neue PR-Strategie des Ministeriums hinwegtäuscht werden kann. „Die Zahlen stehen in hartem Kontrast zur Selbstbeweihräucherung und demonstrativen guten Laune der neuen Kultusministerin zu Schuljahresbeginn. Hessen schneidet erneut in einer Vergleichsstudie nur mittelmäßig ab. Damit weist auch diese Studie auf das zentrale bildungspolitische Problem der schwarz-gelben Landesregierung hin: Wer keine Ziele hat, kann auch keine erreichen“, so der bildungspolitische Sprecher der GRÃœNEN, Mathias Wagner.
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat heute seinen jährigen Bildungsmonitor vorgestellt, in dem die Entwicklung der Bildungssysteme in den einzelnen Bundesländern betrachtet wird. Hessen landet in diesem Vergleich auf Platz 9 von 16.
„In den wichtigen Bereichen Ganztagsschulentwicklung und Internationalisierung gehört Hessen sogar zu den Schlusslichtern im Bundesvergleich. Da ist es geradezu ein Hohn, wenn Kultusministerin Beer sich selbst vor einigen Tagen einen bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsschulen bescheinigt.“
DIE GRÃœNEN fordern Kultusministerin Beer (FDP) auf, jetzt endlich das zu tun, was man von einer neuen Ministerin erwarten könne. „Normalerweise gehen neue Leute mit neuen Ideen an ihre Aufgabe heran, stellen Bestehendes in Frage und korrigieren Fehler. All das ist bislang bei Frau Beer nicht zu erkennen. Wir hoffen sehr, dass sie sich in den ersten hundert Tagen ihrer Amtszeit noch darauf besinnen wird.“
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